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Inzest bei Hybridwölfen: Ohrdrufer Wölfin paarte sich mit Sohn

Wolf-Tierpark © Erich Marek
Neues zu den Hybriden in Thüringen: Die Ohrdrufer Wölfin paarte sich mit ihrem Sohn (Symbolbild).

Dank genetischer Untersuchungen steht mittlerweile von einem Hybrid-Welpen in Thüringen der Vater fest: Es handelte sich um einen Rüden aus dem ersten Hybridwurf der Ohrdrufer Wölfin, der bis zu seinem Abschuss im April mit seiner Mutter seine Fährten zog. Dies gab das Thüringer Landesamt für Umwelt gegenüber unserer Redaktion an. Die genetische Verwandtschaft wurde anhand von Losungsproben festgestellt.

Mittels Fotofallenbildern stellte man Ende Juli fest, dass die im Moment einzig nachgewiesene Thüringer Wölfin erneut Hybride zur Welt brachte. Anfang August korrigierte das Thüringer Landesamt für Umwelt seine Zahl der nachgewiesenen Hybridwelpen: Anstatt wie zunächst angenommen, handelt es sich nicht um drei, sondern um fünf Jungtiere. Zwei davon sollen wildfarben sein.

Ranz zwischen Januar und März - Abschuss im April

Bereits zu Beginn diesen Jahres, als noch nicht alle 2017 geborenen Hybriden entnommen waren, befürchtete man, dass es zu einer Paarung zwischen der Wölfin und ihrem eigenen Sohn kommen könnte. Die Ranz der Wölfe findet in Mitteleuropa zwischen Januar und März statt, weshalb es auch zeitlich problemlos zu der Verpaarung zwischen Mutter und Sohn kommen konnte.

Nach wie vor plant das Thüringer Umweltministerium den Lebendfang der Jungtiere und das anschließende Verbringen in den Bärenpark.

Die aktuellen Fotofallenbilder könnten nicht herausgegeben werden, da sich die Wölfin samt ihres Nachwuchses auf einem Truppenübungsplatz aufhält. Aus dem militärischen Sperrgebiet dürften aus Sicherheitsgründen keine Bilder veröffentlicht werden. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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