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Infizierungen bestätigt

Laut Tiermedizinern soll der Kontakt zu Sauen unterbunden werden. Foto: Adolf Schilling<p> © Adolf Schilling

Dies hat das Hessische Landeslabor im Zuge der regelmäßigen Untersuchung von Schwarzwildproben auf Schweinepest festgestellt. Auf Jagdhunde kann das Aujeszky-Virus über das Verfüttern von rohem Wildschweinfleisch und –innereien sowie über Bisskontakte übertragen werden. Bei Hunden (und Katzen) führt eine Infektion immer zum Tod, weil für diese Tiere kein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich. Die anzeigepflichtige Seuche kann auch in Hausschweinbestände eingeschleppt werden. Um die Infektionskette zu unterbrechen oder die Übertragung des Virus zumindest zu erschweren, appelliert das Ministerium an die hessischen Jäger die überhöhten Schwarzwildbestände verstärkt zu reduzieren. Dabei sollten nur Jagdhunde eingesetzt werden, die die Sauen aufstöbern, aber keine Bisskontakte zum Wild haben. Außerdem dürfen an Hunde nur Wildschweinfleisch und -innereien verfüttert werden, die auf mindestens 60 Grad (Kerntemperatur) erhitzt worden sind. Jagdhunde sollten – so der Rat von Tiermedizinern – zudem vorsichtshalber von erlegtem oder verendetem Schwarzwild ferngehalten werden. Bei Wildschweinen verläuft die Erkrankung laut Umweltministerium unauffällig. Bei erkrankten Hunden zeigen sich – wie bei der Tollwut – als typische Symptome starker Juckreiz, Apathie oder aggressives Verhalten und Beißwut. Die Hausschweinbestände gelten in Deutschland seit 2003 als Aujeszky-frei. Eine Infektion von Mastschweinen hätte deshalb laut Ministerium „für die ganze Bundesrepublik erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen“. ROE