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Infektionsgefahr: Hasenpest in Franken nachgewiesen

Im Landkreis Würzburg wurde zum ersten Mal seit 2014 die Hasenpest nachgewiesen (Symbolbild).


Bei Estenfeld (Landkreis Würzburg, Bayern) wurde die Tularämie (Hasenpest) bei verendet aufgefundenen Feldhasen nachgewiesen. Dies teilte das Landratsamt auf seiner Homepage mit. Demnach handelt es sich um die ersten Nachweise der Krankheit im Landkreis seit Herbst 2014. Es seien mehrere Tote Hasen gefunden worden, so eine Sprecherin des Landratsamts. Zwei davon wurden von einem Jäger beim Veterinäramt abgeliefert und wiesen die Krankheit auf.

Mehrere Menschen stecken sich jährlich an

In Bayern wurden laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittselsicherheit (LGL) im Zeitraum zwischen 2007 und 2015 insgesamt 61 Hasen poistiv auf Tularämie getestet. Problematisch ist das Bakterium vor allem, da es auf den Menschen übertragbar ist. Zwischen 2010 und 2015 steckten sich im Freistaat insgesamt 18 Personen mit der Hasenpest an. Das Landratsamt Würzburg weißt darauf hin, dass aufgefundene Wildtiere keinesfalls ungeschützt angefasst werden sollten. Außerdem sollten Jäger beim Umgang mit erlegten Hasen und Kaninchen auf bedenkliche Merkmale (Milz-, Leber- und Lymphknotenschwellungen) achten. Wildbret sollte durchgegart werden. Es handelt sich bei der Tularämie um eine meldepflichtige Erkrankung.

Anfang des Jahres wurde die Krankheit in Baden-Württemberg nachgewiesen.

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Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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