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Immer mehr Bärenangriffe

Die Bären von Tomsk müssen sich in Zukunft in Acht nehmen. Foto: Bernadette Meier<br> © Bernadette Meier

In der Region um Tomsk – westliches Sibirien – wurden am vergangenen Samstag wieder zwei Menschen durch einen Kamtschatka-Bären getötet. Dieser soll jetzt wie üblich erlegt werden. Laut Medienberichten wurden in der Region alleine im laufenden Jahr bereits zwölf dieser "Problembären" erschossen. Der Kamtschatka-Bär erreicht eine Körperlänge von bis zu drei Metern und ein Lebendgewicht von 700 Kilogramm, und ist damit um einiges größer als seine Artverwandten in Übersee.
Die Anzahl der Übergriffe hat ebenso wie der Gesamtbestand in den letzten Jahren stark zugenommen. Experten geben auch den früheren schweren Waldbränden in der Nachbarregion Krasnojarsk die Schuld, da zu dieser Zeit viele Bären zugewandert seien. Als Reaktion auf die Bärenschwemme will die Naturschutzbehörde nun die Anzahl der knapp 9.000 Exemplare auf unter 5.000 Tiere reduzieren lassen. Ebenso wurde genehmigt, dass jedermann – auch ohne Abschuss-Lizenz – Bären erlegen darf, wenn von ihnen eine Gefahr ausgeht. BS