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Illegale Entenjagd

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Montag, 08.02.2016 - 01:00
Getroffen: Dieser Erpel wurde sogar zwei Mal zur Zielscheibe. Foto: B. Braig/Schwäbische Zeitung © B. Braig/Schwäbische Zeitung
Getroffen: Dieser Erpel wurde sogar zwei Mal zur Zielscheibe. Foto: B. Braig/Schwäbische Zeitung

Um vier Erpel und einen Fisch aus dem Laupheimer Schlosspark (Kreis Biberach) geht es. Die Pfeile, die vermutlich aus einem Blasrohr abgeschossen wurden, trafen die Vögel an Kopf, Hals und Brust. Auch in einem Karpfen steckte ein rund zehn Zentimeter langes Projektil. Bemerkt hatten Spaziergänger die Taten am vergangenen Donnerstag und meldeten sie der Polizei.
Drei Tage versuchten Mitarbeiter der Stadt die Vögel einzufangen. Sogar eine selbstgebaute Falle kam zum Einsatz. Alle Bemühungen blieben jedoch erfolglos. Als der Kreisveterinär den Tieren am Samstag ein „getrübtes Allgemeinbefinden“ attestierte, entschieden sich die Verantwortlichen einen Jäger hinzuzuziehen. Man hätte vermeiden wollen, dass die Tiere unnötig leiden und sich die Sache weiter über Tage hinziehe, erklärte Rainer Ganser vom Ordnungsamt gegenüber jagderleben. Am Sonntag sei es dem Jäger gelungen, drei Vögel auszumachen und zu erlegen. Vom vierten Tier fehle jede Spur. Um den verletzten Karpfen kümmern sich Fischer, so Ganser.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten sich unter der Telefonnummer 07392/96300 zu melden.
MH