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Hundeverordnung: Strengere Regeln für Hundebesitzer und Züchter

Deutsch-Kurzhaar-Leine © solya96 - stock.adobe.com
Für die Zucht und Haltung von Hunden soll es künftig strengere Regeln geben.

Schärfere Regeln für die private Hundehaltung will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erlassen. Wie aus einem Entwurf hervorgeht, sollen Hundehalter nach Willen des Ministeriums künftig dazu verpflichtet werden, ihren Hunden mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde Auslauf im Freien außerhalb des Zwingers zu ermöglichen. „Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen.“

Anbindehaltung wird verboten

Hunde dürfen nur dann in Gruppen gehalten werden, wenn für jeden Hund ein Liegeplatz zur Verfügung steht und eine individuelle Fütterung sowie gesundheitliche Versorgung möglich ist. Außerdem darf es nicht zu einer unkontrollierten Vermehrung kommen. Auch eine grundsätzliche „Anbindehaltung“ von Hunden an der Kette oder Leine will das Ministerium künftig untersagen. Außerdem darf ein Hund laut des Entwurfs in Zukunft nicht mehr den ganzen Tag alleine gelassen werden, sondern eine Betreuungsperson muss sich „mehrmals täglich“ um das Tier kümmern.

Werden Hunde im Freien gehalten, muss ihnen „außerhalb der Schutzhütte ein witterungsgeschützter, schattiger Liegeplatz mit wärmegedämmten und weichem Boden, der so beschaffen ist, dass der Hund in Seitenlage ausgestreckt liegen kann“, zur Verfügung gestellt werden.

Strengere Regeln für Hundezüchter

Auch für Hundezüchter bringt die neue Hundeverordnung einige Änderungen mit sich. So dürfen gewerbliche Züchter künftig statt zehn Zuchthunden pro Person nur noch fünf Hunde betreuen. Privaten sowie gewerblichen Züchtern soll es in Zukunft nur noch erlaubt sein, sich um maximal drei Hündinnen mit Welpen gleichzeitig zu kümmern. In den ersten 20 Lebenswochen muss eine Mindestbetreuung der Welpen von mindestens vier Stunden pro Tag gewährleistet werden.

Ministerin Klöckner sagt zu der neuen Hundeverordnung: "Haustiere sind keine Kuscheltiere - ihre Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden" und weiter: "Die Anforderungen an ihre Haltung passen wir nun an Empfehlungen von Experten an. Damit sorgen wir für eine Verbesserung des Tierschutzes und des Tierwohls." Der Verordnungsentwurf soll nun mit den Bundesländern und Fachverbänden abgestimmt werden.

Hier finden Sie den Entwurf der neuen Hundeverordnung


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