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Hundert Euro Stundenlohnfür Nager-Jäger

Es braucht die Jagd oder kalte, harte Winter, um Nutriabestände deutlich zu dezimieren (Symbolbild). Foto: EM


Hans Peckskamp, Verbandsvorsteher der Friesoyther Wasseracht, spricht von massiven Schäden durch die Sumpfbiber. Die Kosten, die für die Instandsetzung der Gewässer, Dämme und Ufer entstehen, steigen. Außerdem sind es naturschutzfachliche Belange und mehrere Unfälle, die die Wasseracht jetzt dazu bewogen haben, "Abschussprämie" für die Tiere auszuloben. Für jeden in ihrem Aufsichtsgebiet zur Strecke gebrachten Nutria zahlt der Verband sechs Euro an den Erleger. Zum Nachweis werden die Schwänze der Nager gefordert.
Hans Blome, Leiter des Hegerings Altenoythe, pflichtet der verstärkten Bejagung der 1926 in Deutschland eingebürgerten Südamerikaner bei. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich die Zahl der Abschüsse im Landkreis von 376 auf 1.388 Stück mehr als verdreifacht. Im Gespräch mit jagderleben erzählt Blome von einem Schlepper mit Güllefass, unter dem in Ufernähe einfach der Boden nachgab - eine Gefahr für den Fahrer und die Umwelt. Bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Verbänden, Behörden und Naturschützern äußert er sich positiv.
Wie die "Nordwest Zeitung" berichtet, scheint das Angebot seine Wirkung nicht zu verfehlen. Ein Waidmann hat im Bereich eines Klärschlammbeckens gleich 18 Sumpfbiber innerhalb von nur einer Stunde erlegt: 108 Euro Prämie sind dafür kein schlechter Stundenlohn.
RW