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Hundeführer aufgepasst!

Videoausschnitt: Ein am Staupevirus erkrankter Fuchs. Foto: CVUA © CVUA

Die meisten Rotröcke wurden im Landkreis Esslingen entweder tot oder krank aufgefunden, unter anderem auch in Ortschaften. Wie das CVUA mitteilte, haben aufmerksame Jäger einige Tiere zur Untersuchung zu den Fachtierärzten gebracht. Füchse, die noch gelebt haben, litten an Atemnot, haben gehustet, gewürgt und konnten nicht mehr flüchten (Ein Video eines erkrankten Fuchses finden Sie hier).
Bei der Sektion der überwiegend jungen Tiere stellten die Veterinäre schließlich eine Staupe-Erkrankung fest, die auch unsere Vierbeiner befallen kann. „Es ist zu erwarten, dass die Epidemie die nächsten Monate anhält“, so Dr. Christine Süß-Dombrowski, Pathologin am CVUA, gegenüber jagderleben. Erst müssten immune Fähen Welpen wölfen, die das natürliche Abwehrsystem über die Muttermilch aufnehmen. Jägerinnen und Jäger mit Hunden sollten daher prüfen, ob ihre Begleiter ausreichend gegen die Viruserkrankung geimpft sind. Wer sich nicht sicher ist, sollte seinen Tierarzt konsultieren, rät Süß-Dombrowski.
Rein theoretisch können sich – gegensätzlich zur weitläufigen Annahme – auch Menschen mit der Staupe infizieren, teilte im Frühjahr des Jahres die Universität Würzburg mit. Denn tatsächlich ist die Krankheit eng verwandt mit dem Masernvirus. Für eine erfolgreiche Infizierung müsste sich allerdings das Erbgut des Erregers noch verändern, räumten die Forscher ein. Da sich die beiden Viren so ähneln, schütze eine Masernimpfung auch vor einer Staupeinfektion.
BS