Home News Hundeausbilder zeigt Tierrechtler an

Hundeausbilder zeigt Tierrechtler an

am
Sonntag, 03.04.2011 - 02:03
Schliefenanlagen-Betreiber Horst Driemel mit Schliefen-Fuchs Leo. Foto: Stephan Hund © Stephan Hund
Schliefenanlagen-Betreiber Horst Driemel mit Schliefen-Fuchs Leo. Foto: Stephan Hund

Auf der Internetseite sind inzwischen detaillierte Angaben Namen, Adressen und Telefonnummern sowie Anfahrtsbeschreibungen über Schliefenanlagen, Hundezüchter und -klubs veröffentlicht. Daneben finden sich Kommentare wie der des Nutzers M. aus dem Raum Koblenz, der schreibt: "Also ich wär direkt am Start wenn Jemand eine zerstören will! PS: Hochsitze fallen in letzte Zeit in meiner Gegend reihenweise!"
Wegen solcher Äußerungen hat Horst Driemel, Betreiber einer Schliefenanlage und Foxterrier-Züchter, jetzt Anzeige wegen Aufrufs zu Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch erstattet. "Mir geht es vor allem darum, zu informieren", erklärt Driemel im Gespräch mit der Redaktion. "Die Menschen sollen wissen, was in einer Schliefenanlage wirklich passiert." So würden die beiden Füchse – Rüde und Fähe – seiner Schliefenanlage in einem 70 Quadratmeter großen Gehege gehalten; tierschutzrechtlich vorgeschrieben sind 20 Quadratmeter. Der zahme Rüde Leo lebt dort seit acht Jahren.

Der Vorwurf der Tierschützer, dass die Füchse wie "Wegwerftiere" behandelt würden und bei der Hundeausbildung extremen Stress erlitten, sei nicht haltbar, bekräftigt Driemel. Der Tierarzt, der die Füchse regelmäßig entwurmt und betreut, erklärte gegenüber der Mittelbadischen Presse, dass er den "Stressvorwurf nicht bestätigen" könne. Auch die Amtsveterinärin sieht dem Bericht zufolge keinen Grund, die Haltung der Füchse in der Schliefenanlage zu beanstanden.
Bislang ist nicht bekannt, wer hinter der Internetseite steckt. Die Staatsanwaltschaft Offenburg ermittelt. SE