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Hunde erschossen: Jäger in Bayern verurteilt

Die Hunde befanden sich nach Ansicht des Gerichts bereits auf dem Rückwehr zu ihrem Zuhause. © Alexander Semenov - stock.adobe.com
Die Hunde befanden sich nach Ansicht des Gerichts bereits auf dem Rückwehr zu ihrem Zuhause.

Aufgrund zwei erschossener Hunde musste sich ein Jäger aus Bayern nun vor dem Amtsgericht in Augsburg verantworten. Der Jäger hatte im Juli 2018 zwei Mischlingshunde in seinem Revier erschossen. Er gab an, dass er sie beim Wildern erwischt hätte. Wie das Amtsgericht in einer Pressemitteilung angibt, sei der eine Hund sofort verendet. Als der Waidmann und die Hundebesitzerin bei den Hunden eintrafen, stellten sie fest, dass der zweite Hund noch am Leben war. Vor den Augen der Tierhalterin gab der Jäger dann einen weiteren Schuss auf den Hund ab, um ihn zu erlösen. Die Hundebesitzerin erlitt daraufhin einen Schock und musste sich übergeben, so das Gericht weiter.

Hunde befanden sich bereits auf dem Rückweg

Gegen einen erlassenen Strafbefehl in Höhe von 3.300 Euro (55 Tagessätze zu je 60 Euro) hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt. Daher stand er nun wegen Sachbeschädigung in Tateinheit mit strafbarer Tiertötung mit fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht.

Das Gericht sprach den Jäger nun schuldig und verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro. Im Gegensatz zum vorherigen Strafbefehl würde der Jäger bei dieser Strafhöhe seinen Jagdschein verlieren, sollte das Urteil rechtskräftig werden.

Nach Überzeugung des Gerichts, hatten die beiden Hunden zwar einen Hasen gewildert, seien aber zum Tatzeitpunkt bereits auf dem Rückweg zum Hof der Besitzerin gewesen. Wie merkur.de berichtet, habe der zuständige Richter Roland Fink bei seiner Urteilsverkündung betont, dass Hunde nach dem Jagdrecht nur unmittelbar in dem Moment getötet werden dürften, wenn sie gerade dem Wild nachstellen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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