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Hunde-Abschuss gewünscht

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Donnerstag, 25.02.2016 - 01:10
Das ist der erste Riss vom Mai 2015. Genproben überführten einen Hund als Verursacher. Foto: B. Heintz © B. Heintz

Insgesamt wurden auf Weiden bei Igel-Liersberg (Kreis Trier-Saarburg) vier Rinder von einem Hund getötet. Den jüngsten Fund - ein Galloway-Kalb - machte vor rund drei Wochen Landwirt Bernhard Heintz. Für ihn ist es das dritte gerissene Jungtier. Seit Mai 2015 ginge das nun schon so. Die DNS-Proben der ersten beiden Risse hätten eindeutig einen Hund als Verursacher nachgewiesen, versicherte der Landwirt. Immer wieder werde ein jagender Vierbeiner in der Gegend beobachtet. Dabei sei auch eine Filmaufnahme geglückt, die von Experten analysiert wurde. Zu 99 Prozent sei darauf ein Tschechischer Wolfshund zu sehen. Heintz wünscht sich nur, dass die Übergriffe aufhören: „Auf welche Weise das geschieht, ist mir egal.“
Unterstützung bekam er deshalb von der Verbandsgemeinde Trier-Land. Da man keine andere Möglichkeit sehe, habe man im Einvernehmen mit der unteren Jagdbehörde und dem Veterinäramt nun einem Abschuss zugestimmt, sagte Ordnungsamt-Sprecher Rainer Schaack im Gespräch mit der Redaktion. Per Brief seien die zuständigen Jagdpächter über die genehmigte Tötung des Hundes benachrichtigt worden. Trotz der Erlaubnis ist es aber nicht so einfach, weiß Heinz Schulten, Vorsitzender der Kreisgruppe Trier-Saarburg. Er rät von einer vorschnellen Schussabgabe ab. Auch wenn man helfen wolle und der Druck auf die Jäger steige – die Verwechslungsgefahr mit einem Wolf sei zu hoch. Ganz in der Nähe war Isegrim bereits. Im April 2014 tappte ein Wolf bei Metz (Frankreich) in eine Fotofalle. „Ich werde einen Teufel tun und die Jäger mit dem Abschuss beauftragen. Wir werden das Tier nicht erschießen", sagte Schulten abschließend.
MH