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Hund wildert Rehwild: Zahlreiche Fälle in Brut- und Setzzeit

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 06.05.2021 - 16:54
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Hund-sieht-Reh © Carsten Meyer - stock.adobe.com
Nicht nur in der Brut- und Setzzeit sollten Hunde im Wald an der Leine bleiben.

In vielen Regionen Deutschlands häufen sich derzeit wieder Meldungen zu Hunden, die Rehwild nachstellen und töten. So berichtete am Mittwoch die Polizei Krefeld (Nordrhein-Westfalen), dass im Forstwald ein nicht angeleinter Hund einen Rehbock gerissen habe. Spaziergänger hatten den Jährling tot auf dem Weg liegend gefunden, die Spurenlage sei eindeutig gewesen. Nach Angaben der Polizei hätte ein Hund den Rehbock wohl so gehetzt, dass er durch einen Zaun gebrochen war, ehe der unbekannte Hund das Tier am Ende der Hetzjagd reißen konnte.

Besonders häufig werden auch Geißen zum Opfer von wildernden Hunden. Jetzt – kurz vor dem Setzen – sind sie oftmals nicht mehr so mobil und können vor freilaufenden Hunden nicht flüchten. So mussten am vergangenen Sonntag Spaziergänger in Germering (Bayern) mit ansehen, wie ein Mischlingshund ein Reh durch den Wald hetzte und es mehrfach biss. Mit Schreien brachten die Passanten letztendlich den Hund von seinem „Blutrausch“ ab, berichtet „sueddeutsche.de“. Die hinzugerufene Polizei konnte die Hundebesitzer ausfindig machen.

Diese waren mit zwei nicht angeleinten großen Mischlingshunden im Wald spazieren gewesen. Auf Nachfrage der Polizei gaben diese an, gar keine Leinen für ihre Hunde im Wald mit sich zu führen. Jedoch hätten die Hundehalter sich betroffen über das Verhalten ihres wildernden Hundes gezeigt, wird die Polizei weiter zitiert. Die Beamten mussten die Geiß vor Ort erlösen. Der zuständige Jagdpächter stellte später fest, dass die Geiß mit zwei Kitzen tragend gewesen sei. Dass eine solches Verhalten nicht ohne Folgen für den wildernden Hund bleiben muss, betonte gegenüber „sueddeutsche.de“ auch der stellvertretende Polizeiinspektionsleiter Andreas Ruch. „Ein wildernder Hund könne von der Polizei auch jederzeit an Ort und Stelle seiner Tat erschossen werden, „ohne lang zu fackeln“", wird Ruch zitiert.


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