Home News Hund stirbt an Fuchsbandwurm

Hund stirbt an Fuchsbandwurm

Leber eines Hundes mit schwerem Finnenbefall des Kleinen Fuchsbandwurms. Foto: Anja Meyer © Anja Meyer

Wie die behandelnde Tierärztin Dr. Sonja Schiller von der Tierklinik Oberhaching gegenüber der Redaktion am 30. Januar mitteilte, bestätigte sich der anfängliche Verdacht. „Balu war ein klassischer Fehlzwischenwirt des kleinen Fuchsbandwurms. Die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert ist ganz ganz gering, weil die Bandwurm-Finnen die Darmwand eines Hundes nur schwer durchdringen können. Da ist der Jäger mehr gefährdet als der Hund.“ Zum Zwischenwirt wurde der Mischling wahrscheinlich durch die Aufnahme von Fuchslosung. Da sich die Eier auch am Balg befinden können, kann auch der Apport zu einer Infektion beim jagdlich geführtem Hund führen. Jägern rät Dr. Schiller Füchse nur mit Handschuhen anzufassen, da auch der Mensch einen potentiellen Fehlwirt darstellt. Symptome seien bei Hund und Mensch unter anderem ein stark geblähter Bauch. Dann sei es aber meist schon zu spät, da die Leber dann schon schwere Schäden genommen habe.
Hunde und Füchse agieren eigentlich als Endwirt des Bandwurms, welcher diese parasitiert aber nicht tötet. Das Problem im vorliegenden Fall ist, dass der Hund die Position des Zwischenwirts – das sind eigentlich Mäuse – eingenommen hat: Er hatte wohl Bandwurm-Eier aufgenommen, welche über den Blutkreislauf als Finnen in die Leber gelangten und dort jene so massiv schädigten, dass der Vierbeiner nicht mehr zu retten war.
MW