Wie die behandelnde Tierärztin Dr. Sonja Schiller von der Tierklinik
Oberhaching gegenüber der Redaktion am 30. Januar mitteilte, bestätigte
sich der anfängliche Verdacht. „Balu war ein klassischer
Fehlzwischenwirt des kleinen Fuchsbandwurms. Die Wahrscheinlichkeit,
dass sowas passiert ist ganz ganz gering, weil die Bandwurm-Finnen die
Darmwand eines Hundes nur schwer durchdringen können. Da ist der Jäger
mehr gefährdet als der Hund.“ Zum Zwischenwirt wurde der Mischling
wahrscheinlich durch die Aufnahme von Fuchslosung. Da sich die Eier auch
am Balg befinden können, kann auch der Apport zu einer Infektion beim
jagdlich geführtem Hund führen. Jägern rät Dr. Schiller Füchse nur mit
Handschuhen anzufassen, da auch der Mensch einen potentiellen Fehlwirt
darstellt. Symptome seien bei Hund und Mensch unter anderem ein stark
geblähter Bauch. Dann sei es aber meist schon zu spät, da die Leber dann
schon schwere Schäden genommen habe.
Hunde und Füchse agieren eigentlich als Endwirt des Bandwurms, welcher
diese parasitiert aber nicht tötet. Das Problem im vorliegenden Fall
ist, dass der Hund die Position des Zwischenwirts – das sind eigentlich
Mäuse – eingenommen hat: Er hatte wohl Bandwurm-Eier aufgenommen, welche
über den Blutkreislauf als Finnen in die Leber gelangten und dort jene
so massiv schädigten, dass der Vierbeiner nicht mehr zu retten war.
MW