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Hund mit Schrotflinte erschossen – Wilderei aufgedeckt

Ein Nachbar bat den Jäger seinen Hund zu erschiessen – die Anzeige brachte noch andere Vergehen ans Licht. © Michael Migos

Im November vergangenen Jahres bat ein Hundehalter im Bezirk Feldkirchen (Österreich) seinen Nachbarn – einen Jäger – seinen Hund zu erschießen. Der 67-jährige Waidmann soll das Tier, nach Informationen von „kaernten.orf.at", auf dem Grundstück des Hundehalters an einem Baumstumpf angebunden und mit der Schrotflinte beschossen haben. Weil der Hund nach dem ersten Schuss nicht sofort verendete, musste er die Flinte erneut laden und das jaulende Tier erlösen. Spaziergänger wurden auf den Vorfall aufmerksam und erstatteten Anzeige.

Polizei deckt weitere Vergehen auf

Im Zuge der Ermittlungen der Polizei wegen Tierquälerei sollen dem Jäger auch mehrere Übertretungen des Jagdgesetzes nachgewiesen worden sein. So soll er mehrere Stücke Rehwild ohne gültige Jagderlaubnis für das betreffende Gebiet erlegt haben.

Anzeige eingegangen – Entscheidung steht aus

Ein Sprecher der Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen bestätigte den Eingang einer entsprechenden Anzeige bei der Waffenbehörde. Man prüfe den Vorgang intensiv. Zum Fall selbst möchte die Behörde aus Datenschutzgründen vorerst keine weiteren Aussagen treffen. Die Entscheidung, ob dem Mann die Jagdberechtigung entzogen wird, steht noch aus. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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