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Hund leckt Hundebesitzer ab – Mann stirbt daran

Hund-leckt-Hand © art_rich - stock.adobe.com
Durch Hundespeichel wurde das Bakterium übertragen (Symbolbild).

Zu einem ungewöhnlichen Todesfall kam es bereits 2018 in Bremen. Wie die behandelnden Ärzte des Rot Kreuz Krankenhaus in einem Bericht im „European Journal of Case Reports in Internal Medicine“ aufzeigten, sei ein 63-jähriger Mann nach drei Tagen mit Fieber und Atmennot in das Krankenhaus eingewiesen worden. Trotz Behandlung verstarb der Mann wenige Tage später an multiplen Organversagen. Die Ärzte konnten bei dem 63 Jährigen das Bakterium Capnocytophaga canimorsus nachweisen, welches im Hundespeichel vorkommt.

Mann gehörte zu keiner Risikogruppe

Wie die Ärzte weiter berichteten, hatte der Mann seinen Hund zuvor gestreichelt und sei von diesem auch abgeleckt worden. Er wurde allerdings nicht gebissen. Es sei bekannt, dass das Bakterium durch Bisse oder auch beim Ablecken durch kleine Hautrisse eindringt, eine Gefahr gehe jedoch eigentlich nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Alkoholkrankheit oder entfernter Milz aus. Der in Bremen verstorbene Mann gehörte zu keiner dieser Risikogruppen. Er sei der erste Fall weltweit, welcher einen solch schweren Verlauf aufzeigte, ohne das der Erkrankte gebissen worden sei und keiner Risikogruppe angehörte.

Hundebesitzer müssen sich nun jedoch nicht vor ihren Vierbeinern fürchten, jedoch sollte Tierbesitzer bei unklaren grippeähnlichen Symptomen einen Arzt aufsuchen und darauf hinweisen, dass sie Hundehalter seien.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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