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Hund und Halter geraten in Schlagfalle: Anzeige gegen Jäger

Schlagfalle © Polizeiinspektion Stadtsteinach
Das sichergestellte Schlageisen war nicht mehr zum sofortigen Töten von Raubwild geeignet.

Ein Hund geriet Ende Februar in Presseck (LK Kulmbach, Bayern) in eine unsachgemäß aufgestellte Schlagfalle. Wie ein Sprecher der Polizei Stadtsteinach gegenüber der Redaktion angab, war die Falle unverblendet und unmittelbar am Wegesrand aufgestellt. Der Vierbeiner trat in das Schlageisen und wurde am Lauf verletzt. Bei dem Versuch seinen Hund aus der Falle zu befreien, zog sich der Halter eine Wunde an der Hand zu. Der Mann meldete den Vorfall der Polizei, die den Besitzer des Fangeisens anhand der vorgeschriebenen Kennzeichnung ermittelte.

Der Jäger hatte den Einsatz der Schlagfalle gegenüber der zuständigen Jagdbehörde nicht angegeben. Des Weiteren war das Eisen den Ermittlungen der Polizei zufolge nicht mehr zum sofortigen Töten von Raubwild geeignet. Es hätte darüber hinaus nicht frei stehen dürfen, sondern sich in einem Fangbunker befinden müssen, so der Polizeisprecher weiter.

Anzeige gegen Jäger

Hund und Halter geht es mittlerweile besser. Der Waidmann muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und einer Ordnungswidrigkeit gegen das Bayerische- sowie das Bundesjagdgesetz verantworten. Sein Vergehen kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Ob der Mann seinen Jagdschein behält, ist fraglich.


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