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Hohe Tbc-Durchseuchung?

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Donnerstag, 17.09.2015 - 02:00
Rotwild trifft auf Vieh: Das muss in Tbc-Risikogebieten unbedingt verhindert werden. Foto: Burgstaller © Burgstaller
Rotwild trifft auf Vieh: Das muss in Tbc-Risikogebieten unbedingt verhindert werden. Foto: Burgstaller

Auf einen Durchseuchungsgrad von 25 Prozent kommt das Tbc-Risikogebiet „Klostertal“. Doch wirklich repräsentativ sei diese Zahl aufgrund der noch jungen Jagdsaison nicht, sagte Landeswildbiologe Hubert Schatz gegenüber jagderleben. Die aufgetretenen Fälle sind glücklicherweise räumlich sehr konzentriert und beziehen sich auf die Kernbereiche der Risikogebiete. Ob am Ende der Schusszeit tatsächlich ein viertel des Bestandes betroffen ist, bleibt abzuwarten.
Währenddessen geht der neue Chef der Vorarlberger Jägerschaft, Reinhard Metzler, mit der eigenen Zunft hart ins Gericht: „Wir haben uns das auch selbst zuzuschreiben, weil wir in einigen Jagdgebieten die Wildbestände zu stark anwachsen ließen“, sagte er gegenüber den Vorarlberger Nachrichten. Schwer zu bewältigende Aufgaben kämen auf die Jägerinnen und Jäger zu. Einerseits müssten teilweise durchschnittlich 70 Prozent mehr Stücke erlegt werden. Zum anderen sei die Bejagung schwieriger geworden. Das läge am zunehmendem Jagddruck vergangener Jahre und an den heißen Sommermonaten, weshalb das Wild weit hoch in die Berge gezogen sei. Dennoch bleibt Metzler optimistisch. Vorarlberg habe ausgezeichnete Jagdaufseher, die gemeinsam mit den Jagdnutzungsbrechtigten die Situation in den Griff bekämen. Ebenfalls verliefe die Zusammenarbeit mit den Landwirten bezüglich der Trennung von Wild und Vieh hervorragend.
BS