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Hohe Strafe für Landwirt

Laut Deutscher Wildtierstiftung fallen jährlich 90.000 Kitze dem Mähwerk zum Opfer. Foto: Jens Krüger © Jens Krüger

Der Vorfall ereignete sich im Juni dieses Jahres. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts gegenüber jagderleben bestätigte, hatten zwei Frauen den Landwirt darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich in der Wiese, die gemäht wurde, zwei Kitze befanden. Doch der Bauer setzte seine Arbeit fort. Auch der zuständige Jagdausübungsberechtigte wusste von den beiden Tieren. Er bat den Bauern, dass er dem Jäger doch vor der Mahd Bescheid geben solle. Auch das tat er nicht.
Da der Beschuldigte zuvor Einspruch gegen einen Strafbefehl über 3000 Euro einlegt hatte, kam es schließlich zur Verhandlung. Richter Patrick Lehmann sagte während der Verhandlung, dass dem Angeklagten das Tierleid scheinbar völlig egal wäre und attestierte eine „besondere innere Rohheit“. Deshalb sei das Urteil über die einjährige Bewährungs- und 4000 Euro Geldstrafe angemessen. Der Landwirt kann noch gegen das Urteil Berufung einlegen.
BS