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Hohe Hürden für Wildkameras gefordert

Die Landesdatenschutzbeauftragte des Saarlands sieht das Aufstellen von Wildkameras kritisch. Foto: CS © CS

Der Wald sei ein öffentlich zugänglicher Raum. Nach dem saarländischen Waldgesetz sei es jedermann gestattet, ihn zum Zwecke der Erholung zu betreten. Eine Beobachtung im Wald Falle unter Paragraf 6 b des Bundesdatenschutzgesetzes. Eine Kirrstelle sei für einen unbedarften Waldbesucher als solche nicht immer zu erkennen. Außerdem reiche es das Ausbringen von "geringen Mengen Getreide, Kartoffeln oder Äpfeln nicht aus, um sie zu einer jagdbetrieblichen Einrichtung" zu erklären.
Thieser forderte, dass Wildkameras vor ihrer Aufstellung bei der Datenschutzbehörde gemeldet werden müssen. Außerdem müssten sich die Jäger verpflichten, auf die Wildkameras hinzuweisen, "bevor ein Waldbesucher in das Sichtfeld der Kameras gelangt". Würden dennoch Personen aufgenommen, müssen diese Fotos unverzüglich gelöscht werden. Die Jäger müssten daher jeden Tag die Aufnahmen sichten. Zuwiderhandlungen sollen mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Günther Klahm