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Höchststrafe für Vogeljäger

Die Zugvögel sind vor allem durch illegale Vogeljagd in Italien gefährdet (Symbolbild).


Die Richter in Rom schlossen sich dem Urteil aus erster Instanz an: Entzug der Jagdlizenz und 2 000 Euro Geldstrafe, für einen Mann der bereits 2012 zwei Exemplare der vom Aussterben bedrohten Art abgeschossen hatte (wir berichteten). Es ist die Höchststrafe. Dies ist aus Sicht des österreichsichen Auswilderungsprojekts „Waldrappteam“ eine „sehr motivierende und wegweisende Entscheidung“.

Demnach würde das Urteil einen bisher einzigartigen Präzedenzfall im Kampf gegen die illegale Vogeljagd in Italien schaffen, auch wenn es verglichen mit der deutschen Rechtsprechung eher milde wirkt. Allerdings muss der Täter jetzt noch mit einer zivilrechtliche Klage seitens des „Waldrappteams“ in Höhe von 12.000 bis 15.000 Euro rechnen, wie Projektleiter Dr. Johannes Fritz gegenüber jagderleben erklärt.

Die zwei Waldrappen gehörten zu den ersten wildlebenden Exemplaren in Europa, nachdem sie rund 400 Jahre ausgestorben waren. Mittlerweile leben wieder etwa 70 der vor allem durch Wilderei gefährdeten Tiere in Italien, Österreich und Deutschland. Nachdem im Herbst 2016 weitere Vögel getötet wurden, positionieren sich auch die italienischen Jagdverbände klar gegen die illegalen Abschüsse der Ibisse.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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