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Hochsitze gesprengt – Tatverdächtiger ermittelt

Die Kanzel wurde bei der Detonation zerstört.


Am 4. Mai wurde in Dürnkrut (Bezirk Gänserdorf, Niederösterreich) gegen 17:45 Uhr ein Hochsitz gesprengt. Dies gab die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach hatten bislang unbekannte Täter eine selbstgebaute Rohrbombe in der Kanzel deponiert. Die Bombe wurde zur Explosion gebracht und der Ansitz wurde dabei schwer beschädigt. Nach Angaben der Ordnungshüter beläuft sich der entstandene Sachschaden auf eine vierstellige Summe. Es handelt sich dabei um einen von insgesamt drei gesprengten Ansitzen im Zeitraum zwischen 21. April und 7. Mai

Tatverdächtiger ermittelt

Die am Tatort aufgefundenen Reste des Sprengsatzes und weitere Spuren werden laut einem Pressesprecher der Polizei aktuell vom Bundeskriminalamt untersucht. Der Knall sei etwa einen Kilometer weit zu hören gewesen, konnte aber zunächst nicht zugeordnet werden. Erst später habe ein Jäger den beschädigten Hochsitz entdeckt, so der Pressesprecher weiter.

Wie die Polizei am 9. Mai bekannt gab, wurde inzwischen ein mutmaßlicher Täter ermittelt. Ein Hinweis aus der Bevölkerung habe die Beamten zu einem 28-Jährigen geführt. Im Rahmen einer freiwilligen Wohnungsdurchsuchung konnten Restbestände verschiedener Chemikalien gefunden werden. Der Beschuldigte sei umfassend geständig, so die Ordnungshüter weiter. Nach ersten Angaben war die Tat wohl nicht gegen die Jägerschaft gerichtet. Die Hochsitze habe er sich als leichtes Ziel für Sprengungen ausgesucht. Er wurde bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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