Home News Hochsitze in Brand gesetzt – Das Werk von Jagdgegnern?

Hochsitze in Brand gesetzt – Das Werk von Jagdgegnern?

Feuerwehr löscht Hochsitz © Freiwillige Feuerwehr Flotwedel
Die Freiwillige Feuerwehr Flotwedel musste zur Brandlöschung ausrücken.

Immer wieder trifft es die Jagdpächter im Raum Celle (Niedersachsen): Nachdem in der Vergangenheit schon mehrfach Jagdeinrichtungen, im Juli waren es innerhalb von zwei Tagen 11 Hochsitze und Ansitzböcke, zerstört wurden, setzten unbekannte Täter erneut Ansitzeinrichtungen in Brand. Wie eine Sprecherin gegenüber der Redaktion erklärte, wurden am Montag zwischen Wienhausen und Bockelskamp und Dienstag in Nienhagen zwei Hochsitze angezündet und brannten nieder. Am Mittwoch wurde dann erneut der Brand einer Jagdeinrichtung in Flackenhorst gemeldet. Auch hier geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Hochsitz-abgebrannt © Twitter Polizeiinspektion Celle

Nur das Ständerwerk des Hochsitzes blieb übrig.

Vermutlich Wiederholungstäter am Werk

Da die Taten in der gleichen Region auftreten und die Geschädigten zum Teil die Gleichen wie im Juli sind, sei es möglich, dass es dieselben Täter wie im Sommer seien, so die Sprecherin weiter. Ein Bekennerschreiben oder Hinweise auf die Täter würde es allerdings nicht geben. Auch das Motiv sei nach wie vor unklar. Der Schaden in dieser Woche beläuft sich vermutlich auf einen vierstelligen Bereich. Die Polizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 05144-98660 entgegen.

+++ Update +++

Mittlerweile (Stand 21.10.2019) hat sich die Anzahl der in der vergangenen Woche in Brand gesetzten Hochsitze auf fünf erhöht.

Zerstörte Hochsitze auch in Bayern

Auch in Bayern musste sich ein Jagdpächter über einen in Brand geratenen Hochsitz ärgern. Wie die Polizei mitteilte, habe am 12.10. zwischen 20:30 Uhr und 21 Uhr eine Ansitzeinrichtung in Tittling Feuer gefangen. Man gehe von Brandstiftung aus. Der Eigentümer des Hochsitzes stellt eine Belohnung von 500 Euro in Aussicht für Hinweise, die zu einer Klärung der Straftat führen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Tittling unter der Telefonnummer 08504910890 entgegen.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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