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Hochsitze angezündet: Ehemaliger Polizist vor Gericht

Feuerwehr-loescht-Hochsitz © Freiwillige Feuerwehr Flotwedel
Immer wieder mussten im Raum Celle Hochsitze durch die Feuerwehren gelöscht werden.

Nach einer Serie von brennenden Hochsitzen sowie Strohmieten in Niedersachsen, konnte die Polizei Anfang des Jahres einen Fahndungserfolg vermelden. Einem 54-jährigen Ex-Polizisten werden 29 Straftaten, darunter Brandstiftungen, versuchte Brandstiftungen, sowie Diebstähle (u.a. Wildkameras) und Sachbeschädigungen, vorgeworfen. Zudem soll der Mann illegal Leuchtspur-Patronen, weitere Munition für verschiedene Kaliber und einen Schalldämpfer besessen haben. Daher werde ihm auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt.

Angeklagter gab die Taten "in weiten Teilen" zu

Kürzlich hat der Prozess vor dem Landgericht Lüneburg begonnen. Am zweiten Verhandlungstag legte der Angeklagte über seinen Verteidiger ein Geständnis ab. Er räumte die Taten, die ihm vorgeworfen werden, „in weiten Teilen“ ein. Wie ein Sprecher des Landgerichtes gegenüber der Redaktion erklärte, sei der Mann „von der Jägerschaft enttäuscht.“ Angeblich soll es sich, nach Informationen aus der örtlichen Jägerschaft, bei dem Beschuldigten selbst um einen ehemaligen Jäger handeln.

Wie die „Celler Zeitung“ berichtet, gab der Angeklagte in der Verhandlung auch Einblicke in sein Privatleben. Er sei in „schwierigen Verhältnissen“ aufgewachsen und mit 16 Jahren zu Hause ausgezogen. Außerdem würde er an Panikattacken sowie Depressionen leiden.

Dem Mann droht eine mehrjährige Haftstrafe

Wie der Gerichtssprecher gegenüber der Redaktion berichtet, habe das Gericht auch eine psychiatrische Sachverständige hinzugezogen, um die Schuldfähigkeit des Mannes zu beurteilen. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine mehrjährige Haftstrafe. Aufgrund der Vielzahl der Anschuldigungen, wurden bis zum 17. Dezember Verhandlungstermine angesetzt.


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