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Hochsitze angezündet: Anklage gegen Verdächtigen erhoben

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 03.06.2021 - 15:29
Bretter-abgebrannt © PhotoChur - stock.adobe.com
In der Region kommt es immer wieder zu Brandstiftungen an Ansitzeinrichtungen.

Zwischen Mai 2017 und Frühjahr 2018 hat ein Feuerteufel in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für zahlreiche brennende Hochsitze gesorgt. Die Jäger hatten daraufhin zahlreiche Wildkameras aufgehängt. Eine der Kameras konnte den Tatverdächtigen schließlich aufnehmen. Wie die „NOZ“ berichtet, erkannte ein Jäger den Verdächtigen dann bei einem Spaziergang in Melle wieder und alarmierte die Polizei. Bei einer Durchsuchung des Rucksackes des Mannes fanden die Beamten Grillanzünder und Drogen, auch im Fahrzeug des Verdächtigen wurde verschiedene Gegenstände gefunden, die sich zum Feuermachen eignen.

Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben

Gegen den Tatverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Dem Mann werden insgesamt 15 Taten vorgeworfen, der Beschuldigte bestreitet jedoch, etwas damit zu tun zu haben. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens vor dem Amtsgericht Bünde sei noch nicht entschieden, so ein Gerichtssprecher gegenüber der Redaktion.

Auch aktuell kam es in der Gegend um Melle, wo bereits damals schon Jagdeinrichtungen brannten, wieder zu einem Anschlag auf einen Hochsitz. Wie die Polizeiinspektion Osnabrück berichtet, hätten unbekannte Täter einen Ansitzeinrichtung in Brand gesetzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 800 Euro. Im benachbarten Bünde kam es ebenfalls zu einem Übergriff. Eine Jägerin wurde auf dem Rückweg vom Hochsitz zu ihrem Auto von einem unbekannten Mann erst beleidigt und dann unvermittelt zu Boden geschlagen. Auch hier ermittelt die Polizei.


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