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Ein Hochkapitaler

Nach dem Zahnabschliff soll der Hirsch vom 12. Kopf sein. Geweihgewicht: 13,5 Kilogramm. Foto: Gerhard Kalden<p> © Gerhard Kalden

Schulte, der das Revier von seinem Vater übernahm und selbst bereits seit 40 Jahren dort jagt, hatte im Rahmen eines Gruppenabschusses einen Hirsch der Klasse I frei. Der Erleger sieht die außergewöhnlich kapitale Trophäe des reifen 32-Enders als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk der Natur zu seinem 60. Geburtstag im September an. Der unter Jägern bekannte Hirsch, der im Gebiet des heutigen Nationalparks Edersee groß geworden ist, wechselte seit dem Fall des rund 5500 Hektar großen Edersee-Gatterzauns immer öfter ins Bringhäuser Feld. Dort wurde er schließlich in einem Haferfeld erlegt. Auch ein pensionierter Förster aus der Region kannte diesen Hirsch bereits seit 2002. Er habe im "Banfetal" gestanden und auf dem "Himbeerkopf" gebrunftet. Er bezeichnet ihn als Ausnahmehirsch, als einen genetischen Ausreißer, der nicht durch Fütterung zu einem solch wuchtigen Geweih kam. Es ist ein Aufsehen erregender Rothirsch, wie er alle zehn bis 20 Jahre einmal als Mittelgebirgshirsch vorkommt. Das gentische Potential dazu sei vorhanden, äußerte sich der Forstmann. Eine vorläufige Bewertung ergab 258 CIC Punkte. Gerhard Kalden