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Hitze für Hunde im Kfz tödlich!

Bei sommerlichen Temperaturen machen Vierbeiner schnell schlapp; das Auto kann dann zur tödlichen Falle werden. Foto: BJV © BJV

Der Fall sorgte in regionalen und überregionalen Medien für Aufsehen: Im bayerischen Regensburg hatte ein Mann aus Österreich Ende Mai sein Kraftfahrzeug auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes abgestellt. Darin befand sich ein (in den Berichten nicht näher bezeichneter) "Jagdhund". Wie die "Mittelbayerische Zeitung" schreibt, waren Polizeibeamte von einem Passanten auf den Vierbeiner aufmerksam gemacht worden, da dieser "kaum mehr Lebenszeichen zeigte".
Die Polizisten schlugen die Scheibe des Autos ein und befreiten den Hund. Die Hilfe kam jedoch zu spät, das Tier war nicht mehr zu retten. Mindestens zweienhalb Stunden soll der Hund bei rund 30 Grad Außentemperatur in dem Kfz eingesperrt gewesen sein. Gegen den Halter wurde Anzeige erstattet.
Ob der betroffene "Jagdhund" auch einem Jäger gehörte oder von einem Nichtjäger gehalten wurde, ist der Berichterstattung nicht zu entnehmen. Der Bayerische Jagdverband (BJV) reagierte auf den Vorfall jedoch mit einer Pressemeldung, die er mit "Tipps für Hundehalter" betitelte. Darin heißt es dann auch: "Der Hund sollte möglichst nie im Auto allein zurück gelassen werden. Lässt sich dies gar nicht vermeiden, darf der Wagen keinesfalls in der Sonne stehen. Das Innere des Fahrzeuges entwickelt sich bei direkter Sonneneinstrahlung schnell zu einem tödlichen Backofen!"
Daneben listet der BJV noch einige allgemeine Hinweise auf:
  • Falls der Hund (im Fahrzeug) am Fenster sitzt, sollte es während der Fahrt geschlossen sein. Der Fahrer genießt den kühlen Fahrtwind, aber der Hund bekommt davon leicht eine schmerzhafte Bindehautentzündung.
  • Beim Einkaufen mit dem Hund gilt: nicht in der prallen Sonne vor dem Geschäft anleinen.
  • Auch bekennende Fahrradfans sollten daran denken, dass der Hund während der heißen Stunden nicht neben das Fahrrad gehört.
  • Besonders mit Junghunden sollte man das Spielen in der Mittagshitze unterlassen, da diese sich vor lauter Begeisterung gerne selbst überfordern.
  • Spaziergänge in der Hitze sind weder für Frauchen noch für Herrchen und Hund ein Vergnügen. Bei starker Hitze ist es empfehlenswert, lieber früh am Morgen und spät am Abend lange Spaziergänge zu unternehmen.
  • Der BJV-Urlaubstipp für Hundebesitzer: Für Herr und Hund gleichermaßen erfrischend ist ein Bad im See!
Neben dem Hinweis, dass die Vierbeiner immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung haben sollten, macht der Verband zudem auf einen Umstand aufmerksam, der vielleicht auch dem Hund in Regensburg zum Verhängnis geworden ist: "Bei der Wahl des Parkplatzes dran denken, dass die Sonne wandert! Wenn das Auto vorsorglich im Schatten geparkt wurde, steht es vielleicht schon eine halbe Stunde später in der prallen Sonne."
Ob "Schattenparker", oder nicht, der Vorfall ist leider kein Einzelfall: Ein News-Portal (www.ad-hoc-news.de) listet alleine für die vergangenen zwei Monate mindestens zwei weitere Fälle auf, bei denen Hunde durch Hitze im Auto umgekommen sind.
JMB