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Hirsch im Pferdezaun verendet

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Sonntag, 28.09.2014 - 02:00
Langer Kampf: Das Erdreich rund um die Fundstelle zeugt von den vergeblichen Befreiungsversuchen des Zwölfers.  Foto: HK © HK
Langer Kampf: Das Erdreich rund um die Fundstelle zeugt von den vergeblichen Befreiungsversuchen des Zwölfers. Foto: HK

Das traurige Ende eines Zukunftshirsches- Foto: Rudolf Wolf

Kürzlich wurde Jagdaufseher Rudolf Wolf von Anwohnern aus Werthenbach (Gem. Netphen) verständigt, um einen Hirsch aus einem Zaun zu befreien. Kurz bevor der Jäger und sein Jagdkollege dem Hirsch helfen konnten, gelang es diesem sich zu befreien. „Wir sahen nur noch wie er mit Teilen der Zaunschnüre im Geweih absprang“ berichtete Wolf der Redaktion. Da sich auf der Koppel mehrere Pferde befanden, konnte der Zaun nicht sofort entfernt werden.
Wenige Tage später hörte der Anwohner Harald K. nachts eigenartige Geräusche. Nachdem er jedoch mit seinem Nachtsichtgerät nichts Ungewöhnliches entdecken konnte und auch keine Klagelaute zu hören waren, ging er wieder Schlafen. Am nächsten Morgen hielt er in der Umgebung Nachschau und fand einen verendeten Hirsch. Ihm war der Zaun zum Verhängnis geworden. Wieder wurde Wolf verständigt. Der noch warme Geweihte war derartig verheddert, dass er nur mit einem Bolzenschneider aus den Schnüren befreit werden konnte.
Allen Beteiligten, insbesondere dem Anwohner, geht der Vorfall sehr nahe. Die eigentliche Ursache liegt in den ungünstigen Geländeverhältnissen in Verbindung mit dem Zaun. Ein Überspringen war wegen der Hanglage an dieser Stelle wohl nicht möglich, so dass der Hirsch unter der Umzäunung durchzuschlüpfen versuchte. Umgehend hat nun der Pferdehalter den alten Zaun abgebaut und den neuen um 15 Meter versetzt.
Nachdem der Vorfall bekannt geworden war, gab es noch ein unangenehmes Nachspiel: Der Anwohner wurde in sozialen Netzwerken auf unsachlichste Weise beschimpft und bedroht.
MH