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Hirsch, Kalb und Rehe gewildert

Qualvoll: Dieser gewilderte Hirsch wurde in einem Teich gefunden. Foto: C. Düll © C. Düll

Es waren die Waldarbeiter von Förster Christian Düll aus Lichtenau (Kreis Paderborn, NRW), die zufällig den Kadaver eines Hirsches in einem Teich im Revier „Hardehausen“ gefunden haben. „Der hat bestimmt schon 14 Tage im Wasser gelegen“, so Düll im Gespräch mit jagderleben. Der Schuss sei weich und somit nicht sofort tödlich gewesen. Vermutlich wollte sich der Angeschossene in dem Gewässer abkühlen, bevor er dann ein, vielleicht zwei Tage später qualvoll verendete. „Das ist Tierquälerei sonders gleichen“, zeigt sich der erfahrene Nachsuchenführer empört. Keiner seiner Jäger oder Kollegen habe auf einen solchen Geweihten geschossen.
Das Haupt des von dem auf sechs bis sieben Jahre alt geschätzten Hirsch wurde fachmännisch abgeschärft. Der Kadaver befindet sich jetzt zur genaueren Untersuchung am Veterinäruntersuchungsamt in Detmold. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Ein weiterer Vorfall hat sich am 13. Oktober in Grevenbroich zugetragen. Dort haben der oder die Täter im Wildfreigehege dreimal auf ein Damkalb geschossen, so die Polizei. Daraufhin schnitten sie den Zaun des Gatters auf und zogen die Beute rund 100 Meter weg. Vermutlich wurden sie durch irgendetwas gestört, denn dort ließen sie das Stück zurück. Die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ (SDW), die das Gehege mitbetreut, hat für Hinweise die zum Täter führen eine Belohnung von 400 Euro zugesagt. Wer hat am vergangenen Montag zwischen 3 und 6.45 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht? Richten Sie sich an die Kripo unter Tel. 02131 3000.
Auch ein Jäger aus Niederbayern berichtet von Wilderer-Machenschaften in seinem Revier „Aufhausen/Rengersdorf I“ (Kreis Dingolfing-Landau). Er fand in der Zeit von Montag den 29. September bis Sonntag den12. Oktober insgesamt vier verendete Rehe. Alle seien mit einem Kleinkalibergewehr beschossen worden. Zur Ermittlung des Täters hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen und bittet Hinweisgeber sich unter der Tel. 09951 98340 zu melden.
BS