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Hirsch am Flughafen

Erschöpft tat sich der ungerade Zehn-Ender nieder. Foto: Polizei


Gegen 16 Uhr hieß es „Hirschalarm“ für die Polizei, Feuerwehr und den Förster des Münchner Flughafens. Informiert wurden die Ordnungshüter von mehreren Passanten, die einen Geweihten im öffentlichen Bereich, zwischen Nord- und Zentralallee, entdeckt hatten. Wie die Polizei mitteilt, rückten umgehend zwei Besatzungen aus, sicherten die Straßen und spürten ihn wenig später auf. Gemeinsam gelang es den Einsatzkräften, das etwa 100 Kilogramm schwere Tier in das umzäunte Audi-Fahrertrainingslager zu treiben. Nur leicht am Äser verletzt, „legte sich der geschwächte, ungerade Zehn-Ender ab“, heißt es im Polizeibericht.
Gemeinsam entschieden der Flughafenförster, Oliver Weindl und ein weiterer Fachkundiger, das Stück zu betäuben. „Die Reichweite des Narkosegewehrs erfordert eine kurze Schussdistanz. Da ein Heranpirschen nicht möglich war, warteten wir bis in die Abendstunden. Ganz langsam habe ich mit dem Auto den Hirsch in Richtung des Schützen lanciert“, schilderte Weindl die erfolgreiche Betäubungsaktion. Der Hirsch wurde mit einer „Hellabrunner Mischung“ (flüssige Medikamente zur Tiernarkotisierung) betäubt und durch Bedienstete der Flughafenfeuerwehr in einen Lkw verladen. Im nahegelegenen Rotwildgebiet Isarauen wurde ihm dann gegen 20.30 Uhr das Gegenmittel gespritzt. Kurze Zeit später habe er sich dann wohlauf in den Bestand zurückgezogen. Weindl abschließend: „Bei der rund fünfstündigen Rettungsaktion waren circa 20 Einsatzkräfte beteiligt.
MH