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Heuler fest im Blick

Glück gehabt: Das erste Findel-Kind dieses Jahres bekam den Namen "Jule" zugeteilt. Foto: Seehundstation Norddeich


Sind die Heuler – so der Fachbegriff für die mutterlosen Welpen – erst einmal geborgen, kriegen sie im Nationalpark-Haus auch einen Namen: „Jule“ war am 4. Juni der erste hilfebedürftige junge Seehund in der Quarantänestation im Waloseum. Sie wurde auf Spiekeroog entdeckt. Mit 8,7 Kilogramm und 70 Zentimeter Länge war sie bei Ihrer Ankunft vermutlich grade einmal drei Tage alt.
Bis zum Abend kamen noch drei weitere Heuler dazu: „Alle Tiere wurden durch die Wattenjagdaufseher, die ehrenamtlich tätig sind, beobachtet und geborgen, nachdem eine Rückkehr des Muttertieres ausgeschlossen werden musste“, erklärt Stationsleiter Dr. Peter Lienau. Nach einigen Tagen unter Beobachtung und nach Abschluss der veterinärmedizinischen Untersuchungen konnten die vier mittlerweile in die Aufzuchtbecken der Seehundstation „umziehen“.
Zwischenzeitlich hat die Seehund-Inventur an der Nordseeküste begonnen: Vor der niedersächsischen Küste sollen bis zum 10. August an insgesamt fünf Terminen 15 Zählflüge stattfinden. Auch in diesem Jahr nehmen niedersächsische Jäger die Zählung ehrenamtlich vor. Finanziert werden die Flüge aus den Mitteln der Jagdabgabe. Die Zählungen finden zeitgleich in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie in Dänemark und den Niederlanden statt.
PM/JMB
Link: Seehundstation Nationalpark-Haus



 

Video: Seehundjäger im Einsatz