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Hetze gegen Jäger bestraft

Für die Bild-Zeitung ist das Urteil gegen den Redakteur "skandalös". Foto: bild.de


Das Bild vom toten Reh an der Anhängerkupplung sorgte vor rund einem Jahr für Aufruhr im sozialen Netz und in der örtlichen Tagespresse. Beschimpfungen und rechtliche Konsequenzen wurden gefordert. Ebenfalls gab es in der Berichterstattung heftige Kritik daran, dass sich der Jagdscheininhaber nicht öffentlichen zu dem Vorfall äußern wolle. Was so nicht stimmt: Gegenüber jagderleben hatte der Mann sehr wohl erklärt, warum er so gehandelt hatte (siehe Link unten).
Einige Tage später verfasste ein Redakteur des „Nordkuriers“ die Überschrift „Rabauken-Jäger erhitzt die Gemüter“. Dagegen wehrte sich der Grünrock und zeigte den Pressemann an. Vor dem Amtsgericht Pasewalk bekam er Recht: 1.000 Euro Strafe waren die Folge.
Den Richterspruch nehmen jetzt große Zeitungen wie „Bild“, „Frankfurter Allgemeine“ und die „Rheinische Post“ zum Anlass, um eine mögliche Einschränkung der Pressefreiheit zu beklagen. Das Gericht stelle sich über ein in der Verfassung verankertes elementares Grundrecht, sagt der Chefredakteur des „Nordkuriers“, Lutz Schumacher. Das sieht der Deutsche Presserat jedoch anders. Das Urteil stelle keine Gefährdung der Pressefreiheit dar, zitiert der „Norddeutsche Rundfunk“ einen Sprecher der Organisation. Dennoch will sich die Tageszeitung die Entscheidung nicht gefallen lassen. Noch im Sitzungssaal kündigte der Anwalt der Zeitung Rechtsmittel an.
BS