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HessenForst argumentiert kurios neue Jagdzeiten mit Coronakrise

Nach der neuen Jagdzeitregelung in Hessen sind Schmaltiere und Schmalspießer des Damwilds bereits ab 1. April bejagbar. © Erich Marek
Nach der neuen Jagdzeitregelung in Hessen sind Schmaltiere und Schmalspießer des Damwilds bereits ab 1. April bejagbar.

Auch der Landesbetrieb HessenForst meldet sich zu den verlängerten Jagdzeiten zu Wort. Doch in einer auf der Website veröffentlichten Pressemeldung geht HessenForst nur am Rande auf die waldbauliche Begründung der Maßnahme ein. „Wildschäden gehören zu den beeinflussbaren Risikofaktoren“, heißt es in der Mitteilung. Durch die erhöhte Aktivität im Moment, sei nun die effektivste Zeit um Rehwild zu jagen und die jungen Bäumchen vor Verbiss zu schützen.

HessenForst weist mit der Mitteilung daraufhin, dass so nun auch Wildbret früher zur Verfügung stehe. Bereits die Überschrift der Pressemitteilung „Jagdzeitänderung schafft Alternative bei leergehamsterten Supermarktregalen“ verweist auf einen Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise und dem dadurch geänderten Verbraucherverhalten.

Werbung für Direktvermarktung von den Forstämtern

„Das bietet für den Verbraucher die Möglichkeit, vielleicht schon Ostern frisches Wild zu genießen.“ Der Leiter des Landesbetriebes HessenForst macht außerdem Werbung für die Direktvermarktung von den Forstämtern an den Verbraucher. 

Der Landesjagdverband Hessen hatte in seiner ersten Pressemitteilung zu der Jagdzeitenänderung hingewiesen, dass in der aktuellen Situation eine Vermarktung von Wildbret über Wildbrethändler äußerst schwierig sei und man gespannt sein dürfe, ob auf den "dem Umweltministeriums unterstehenden Flächen aktuell für die Mülltonne gejagt wird".


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