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Hessen: Schwarzwildjagd mit Nachtsichtvorsatztechnik wird erlaubt

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
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Donnerstag, 26.03.2020 - 17:02
Auch in Hessen ist durch eine Änderung des Jagdgesetzes bald die Verwendung von Nachtsichttechnik in Verbindung mit der Waffe bei der Jagd auf Schwarzwild erlaubt (Symbolbild). © Eva Grun
Auch in Hessen ist durch eine Änderung des Jagdgesetzes bald die Verwendung von Nachtsichttechnik in Verbindung mit der Waffe bei der Jagd auf Schwarzwild erlaubt (Symbolbild).

Am 24. März beschloss der Hessische Landtag das „Gesetz zur effektiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest“. Daraus resultiert auch eine Änderung des hessischen Jagdgesetzes. In Hessen sollen Jäger Nachtsichttechnik gemäß des 3. Waffenänderungsgesetz bei der Jagd auf Schwarzwild einsetzten dürfen. Durch die Änderung des bundesweiten Waffenrechtes war die generelle gesetzliche Möglichkeit geschaffen worden, allerdings müssen die Länder dies mit individuellen Regelungen umsetzen.

Durch die Regelung im Jagdgesetz solle auch eine Minimierung von Bürokratie geschaffen werden, da nicht jedem Jäger eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden müsse. Am Tag nachdem das Gesetz im hessischen Gesetz- und Ordnungsblatt veröffentlicht wird, tritt es in Kraft. Wann dies geschieht, ist allerdings unklar.

LJV begrüßt Vereinfachung

Der Landesjagdverband Hessen begrüßt einerseits die Vereinfachung, zeitgleich betont aber der LJV-Geschäftsführer Alexander Michel: „Auch wenn die jetzt getroffenen Regelungen zur Verwendung von Nachtsichttechnik nun endlich Klarheit für die Jägerinnen und Jäger in Hessen bringen, wären diese auch auf dem Verordnungswege umsetzbar, eine Änderung des Hessischen Jagdgesetz wäre dazu nicht notwendig gewesen.“ 

Der LJV betont auf seiner Website, dass künstliche Lichtquellen, welche mit der Waffe verbunden sind, sowie eingebaute IR-Aufheller nach dieser Regelung nicht genehmigt werden. 
Bayern hatte diesbezüglich andere Regelungen getroffen.