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Hessen: Jagdzeit auf Schalenwild in Hessen ab 1. April

Rehbock-verbeissend © Erich Marek
Die Jagdzeit auf den Rehbock in Hessen soll künftig ab 1. April sein.

Sehr plötzlich kam die Information, dass die Jagdzeiten in Hessen auch für Schalenwild verlängert werden sollen. Nach der erfolgreichen Klage der FDP am Staatsgerichtshof, trat zum 1. April die ganzjährige Jagdzeit auf juvenile Füchse und Marderhunde in Kraft. Nun wurde bekannt, dass durch die Ministerin eine Änderung der Jagdverordnung unterschrieben wurde, durch welche die Jagd auf Rehböcke, Schmalrehe sowie Rot-, Dam-, Sika-, und Muffelschmalwild ab dem 1. April möglich ist.

Die Änderung wird laut einem Schreiben, welches am Freitag (3. April) an die Jagdbehörden versendet wurde, heute (6. April) im Hessischen Gesetzblatt  erscheinen und tritt demnach bereits am morgigen Dienstag, dem 7. April, in Kraft. Ab dann sind die oben genannten Arten auch jagbar.

Die Entscheidung wurde „gestützt auf das sehr deutliche Votum“ der Verbände betont die grüne Ministerin Priska Hinz. „Wir sind überzeugt, damit zu einer effektiveren Bejagung der genannten Arten beizutragen und so die Naturverjüngung auf den entstandenen Wiederbewaldungsflächen zu fördern.“

Landesjagdverband spricht von "Vernichtungsfeldzug"

Der Landesjagdverband Hessen betont in einer Pressemitteilung, dass dadurch das grüne Umweltministerium mal wieder sein wahres Gesicht zeige und spricht davon, dass gegen das heimische Schalenwild ein „Vernichtungsfeldzug“ vorbereitet wird. Weiterhin betont der Verband, dass durch die Regelung Fehlabschüsse beim weiblichen Rehwild vorprogammiert sein könnten. 

Aus Verbandskreisen heißt es weiterhin, dass zusätzlich die Regelung zu Kirrungen für Rehwild geändert werden sollen.


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