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Herdenschutzhunde von Wölfen attackiert

Pyrenäenberghunde gelten als zuverlässige Bewacher von Schaftherden und werden mittlerweile auch in Deutschland eingesetzt. Foto: RS © RS

In dem im Internet veröffentlichten Bericht heißt es, dass der Hirte einige Tage zuvor Wölfe in der Nähe seiner Hütte gesehen habe. Kurz darauf sei es nachts zu einer Attacke auf die Herde des Mannes, deren stärke mit bis zu 2200 Stück angegeben wird, gekommen.
Zur Bewachung der Schafe waren insgesamt sieben Herdenschutzhunde eingesetzt. Sie entstammten den bewährten Rassen der Pyrenäenberghunde und der Portugisischen Hirtenhunde, beziehungsweise waren eine Kreuzung zwischen beiden Rassen. Traurige Bilanz des Angriffs laut dem Herdenhüter: Zwei tote und drei schwerverletzte Schafe sowie ein toter und fünf schwerverletzte Hütehunde. Die Hunde hätten sich gewehrt, heißt es in dem Artikel, "aber um welchen Preis!"
Die Schilderung des Hirten wird auch in verschiedenen französischen Foren diskutiert. In einem Forum für Jagdgebrauchshunde wundert man sich darüber, dass es sieben Hunden nicht gelungen sein sollte, gegen nur drei Wölfe zu bestehen.
Aussagekräftige Fotos oder offizielle Stellungnahmen sind dem auf einer Webseite für "Outdooraktivitäten" veröffentlichten Bericht nicht beigefügt. Einer der Diskussionsteilnehmer im Hundeforum drückt durch ein Zitat in seiner Signatur aus, warum derartige Diskussionen in der Regel zu nichts führen: "Für diejenigen, die glauben" – heißt es dort – "badarf es keiner Beweise". Und weiter: "Von denjenigen, die nicht glauben, werden Beweise nicht für möglich gehalten".
Alles wie gehabt: Wolfsfragen sind Glaubensfragen.
JMB