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Herdenschutzhunde werden zum Problem

Herdenschutzhunde sind oft die einzige Möglichkeit Schafe in den Alpen zu schützen.


Im Kanton Uri, in der Zentralschweiz, häufen sich die Beschwerden von Touristen. Diese werden nach Information von „20min.ch“ immer häufiger von Herdenschutzhunden belästigt. Die Vierbeiner machen sich lautstark bemerkbar, sobald jemand sich der Herde nähert. Wanderer und Radfahrer geraten dadurch des Öfteren in Panik. Ein Radler soll bereits gestürzt sein. Nun werden die Herden zumindest durch Zäune von den Wanderwegen ferngehalten, um die Touristen zu schützen.

Ernsthafte Angriffe auf Menschen sind bisher noch nicht vorgekommen, aber die Angst davor steigt. Dabei machen die Hunde laut Schäfer Ernst Vogel nur ihren Job. Gegenüber der Redaktion erklärt der Tierhalter, dass die Touristen durch Schilder auf korrektes Verhalten hingewiesen werden. Die Vierbeiner würden sich „Eindringlingen“ mit lautem Bellen nähern. Damit machten sie aber nur auf sich aufmerksam.

Wolfsfreie Zonen ewünscht

„Wenn man die Herde nicht angreift, passiert auch nichts“, so Vogel. Allerdings verhielten sich viele Menschen falsch, was die Tiere weiter anstachle. Die Schafe komplett einzuzäunen sei auf einer Fläche von 800 Hektar nicht möglich. Damit blieben Herdenschutzhunde die einzig praktikable Lösung, um die Nutztiere vor Großräubern zu bewahren. Laut Georg Simmen von der Korporation Ursern (Gemeindeverwaltung) gibt es inzwischen einige Beführworter von wolfsfreien Zonen, die dem Problem entgegenwirken sollen. SBA


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