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Hepatitis E – Vorsicht auch bei rohem Wildbret

Beim Verarbeiten rohen Fleischs sollte die Hygiene beachtet werden (Symbolbild).


Bei rohem oder nicht vollständig durchgegartem Wildbret ist Vorsicht geboten. Genau wie Hausschweine können auch Wildschweine und andere Wildarten das Hepatitis E Virus (HEV) in sich tragen. Besonders beim Verzehr der Leber sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch komplett durcherhitzt wurde, erklärt Veterinärexperte Dr. Armin Deutz. Am lebenden und auch am erlegten Stück könne man die Infektion nicht erkennen. Deshalb sollten Jäger bereits bei der Versorgung des Wilds und in der Küche auf gute Hygiene achten. Handschuhe sind immer angeraten, so Dr. Deutz weiter.

Krankheit verläuft vielfach unbemerkt

Bei einem Großteil der Betroffenen verläuft die Krankheit laut „aerzteblatt.de“ unbemerkt und akut ab. Vielfach werde Hepatitis E überhaupt nicht diagnostiziert. Demnach haben mindestens 17 Prozent der Deutschen diese Krankheit schon einmal durchgemacht. Bei Patienten, die bereits unter Schwächung des Immunsystems leiden, könne es allerdings zu schwerwiegenderen oder chronischen Verläufen kommen, so das "aerzteblatt.de" weiter. In Europa kommt hauptsächlich HEV Typ 3 vor, während in den Tropen eher die Typen 1 und 2 anzutreffen sind. Wie  "ernährungs-umschau.de" berichtet, müssen ab dem 30. September 2019 alle therapeutisch eingesetzten Blutspenden negativ auf HEV getestet sein.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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