+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 71 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 20.10.2020) +++
Home News Hegegemeinschaft vs. Sachsenforst

Hegegemeinschaft vs. Sachsenforst

am
Sonntag, 23.10.2016 - 14:24
Forscher sollen klären, wie es ums Rotwild im Erzgebirge steht. Foto: Sven-erik Arndt © Sven-erik Arndt
Forscher sollen klären, wie es ums Rotwild im Erzgebirge steht. Foto: Sven-erik Arndt

Das erste Mal hat es zwischen beiden Parteien im Mai 2015 richtig gekracht (wir berichteten). Der Grund ist wie in fast jedem Bundesland der gleiche. Die Jägerschaft ist, gelinde gesagt, nicht einverstanden mit der Jagdmethode der Staatsbediensteten. Ihr Vorwurf: Sie würden alles erlegen, was das Haupt heraussteckt. Nun haben in Sachsen die Jäger und Förster jeweils eigene Forschungsarbeiten in Auftrag gegeben. Vor allem der aktuelle Zustand und die daraus resultierende Bejagung des Rotwildes stehen dabei im Fordergrund. Das Projekt von Sachsenforst läuft bereits seit dem Frühjahr. Das der Hegegemeinschaft (welches deutlich umfassender angelegt ist und in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und dem NABU erarbeitet werden soll) liegt auf Eis, weil die beantragten Forschungsgelder aus der Jagdabgabe lediglich zu einem Drittel bewilligt wurden. Die Gelder werden übrigens von Sachsenforst verwaltet. Karsten Bergner, Vorsitzender der Hegegemeinschaft, sagte gegenüber dem "Wochenendspiegel" dazu: "Offensichtlich hat Sachsenforst Angst davor, dass bestimmte Wahrheiten aufgedeckt werden."
Ebenso ärgerlich ist für die Jägerschaft, dass eine bereits im vergangenen Jahr eingebrachte Petition mit über 8.000 Unterschriften bisher keine Beachtung fand. Auch mit ihr wollte man auf die Missstände bezüglich der Rotwildbejagung von Sachsenforst aufmerksam machen.
BS