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Hasenpest: Vermehrt Tularämiefälle aufgetreten

Sascha Bahlinger © Kathrin Nüsse
Sascha Bahlinger
am
Freitag, 14.05.2021 - 17:27
Feldhase_Sommerraps.jpg © Erich Marek
Im April wurden 30 Fälle der Tularämie in Deutschland gemeldet.

In den vergangenen Wochen sind in Deutschland vermehrt Feldhasen an der Hasenpest verendet. Wie eine Sprecherin des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) gegenüber der Redaktion erklärte, wurden in 2021 bislang 59 Fälle der Tularämie in insgesamt 5 Bundesländern (NRW, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen) gemeldet. Alleine 30 dieser Meldungen seien im April eingegangen.

Der Kreis Mettmann (NRW), in dem ebenfalls im April die Hasenpest aufgetreten war, rät der Bevölkerung, verendete Hasen auf keinen Fall zu berühren, sich möglichst gegen Mückenstiche zu schützen und sich von möglicherweise kontaminierten Gewässern fernzuhalten. Die Tularämie zählt zu den Zoonosen, sie ist also auf den Menschen übertragbar. Aus einer Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts (RKI) geht hervor, dass die Fälle bei Menschen zwischen 2013 und 2019 kontinuierlich angestiegen sind. 2019 wurden demnach 72 Infektionen mit dem Bakterium Francisella tularensis gemeldet. Die Krankheit kann sich laut RKI in verschiedenartigen Symptomen äussern (unter Anderem geschwollene Lymphknoten oder Lungenentzündung) und mit Antibiotika behandelt werden.