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Hasenpest in Stadt nachgewiesen

Die Hasenpest (Tularämie) beim Feldhasen muss dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden (Symbolfoto). © Erich Marek

Die Hasenpest (Tularämie) beim Feldhasen muss dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden (Symbolfoto).


In einem Stadtteil von Regensburg (Bayern) wurde ein Fall von Hasenpest (Tularämie) bekannt. Laut der Pressesprecherin der Stadt Regensburg hatte ein Passant einen toten Feldhasen gefunden. Diesen meldete er dem Umweltamt der Stadt Regensburg. Mitarbeiter des Umweltamts bargen den Kadaver daraufhin und veranlassten eine entsprechende Untersuchung im Labor. Weitere Fälle von Tularämie bei Feldhasen und Kaninchen seien in den letzten Jahren nicht bekannt, so die Sprecherin weiter.

Jäger sind besonders betroffen

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kommt der Tularämie vor allem beim Feldhasen und Kaninchen großer Bedeutung zu. Aber auch Nagetiere, Wildwiederkäuer sowie Fleischfresser und Vögel können Überträger sein. Eine Ansteckung kann, laut LGL, durch einen intensiven Kontakt mit erkrankten Tieren - auch Kadavern - oder deren Ausscheidungen stattfinden. Betroffen sind vor allem Jäger sowie Köche, Metzger und Tierärzte.

In Bayern wurden vergangenes Jahr 99 Feldhasen auf eine mögliche Tularämie untersucht. Davon waren 18 Proben positiv. Im gleichen Zeitraum gab es insgesamt 20 Ansteckungen von Menschen mit der Hasenpest - deutschlandweit waren es 54 Fälle. Tularämie bei Hasen und Kaninchen muss dem jeweils zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. Nachweise beim Menschen sind gemäß §7 Abs. 1 IfSG ebenfalls meldepflichtig.

Symptome einer Erkrankung

Nach einer Inkubationszeit von drei bis zehn Tagen, können beim Menschen folgende Symptome auftreten:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Mattheit
  • angeschwollene Lymphknoten

Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.