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Hasenpest im Kreis Lippe

Vergrößerte Milz (Pfeil) eines an der Tularämie erkrankten Hasen. Foto: Dr. M. Peters, SVUA Arnsberg © Dr. M. Peters, SVUA Arnsberg

Dann brachte der Mann den Kadaver zum Veterinäruntersuchungsamt in Detmold, wo die Tularämie nachgewiesen wurde. Nach Auskunft des Kreisveterinäramtes ist es bisher bei diesem einen Fall geblieben.
Die bakterielle Erkrankung, auch Hasenpest genannt, ist auf den Menschen übertragbar und kann lebensbedrohlich verlaufen. Erst im Januar waren vier Jäger im Kreis Soest an Hasenpest erkrankt - sie hatten alle an derselben Jagd Anfang November teilgenommen. Tularämie wird durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufen, das in Tierkadavern bis zu vier Monaten überdauert. In den vergangenen Jahren tritt die Krankheit in einigen Teilen Nordrhein-Westfalens (NRW) wieder vermehrt auf, berichtete Dr. Annette Kuczka, Pathologin des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Rhein-Ruhr-Wupper gegenüber jagderleben. Betroffen sind vor allem Nager, Hasen und Wildkaninchen, aber auch Füchse und Vögel. Wie der LJV NRW anmerkte, ist der Verzehr von durchgegartem Hasenfleisch aber unbedenklich.
Ulrich Pfaff


Quelle: www.jagderleben.de