+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.995 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 24.6.2022) +++
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Hasenpest in Baden-Württemberg: Amt informiert über Risiken

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Leonie Engels
am
Mittwoch, 18.05.2022 - 11:27
Feldhase © Yakov – stock.adobe.com
Wildlebenden Hasenartige können an der Infektionskrankheit sterben. (Symbolbild)

Das Landratsamt Sigmaringen teilte kürzlich mit, dass bei dem Ende April tot aufgefundenen Hasen auf der Gemarkung der Stadt Sigmaringen (Baden-Württemberg) der Erreger der Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen worden ist. Zuletzt wurde die Krankheit in diesem Gebiet 2012 nachgewiesen.

Hasenpest: Amt warnt vor der Zoonose

Da sich auch Menschen mit der Tularämie infizieren können (Zoonose), sollten keine kranken oder tot aufgefunden Hasen und Kaninchen angefasst werden. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) kann sich die Krankheit bei Menschen in verschiedenartigen Symptomen äußern wie zum Beispiel geschwollene Lymphknoten und Lungenentzündung. Eine Infektion muss mit Antibiotika behandelt werden. Das Landratsamt Sigmaringen gibt den Hinweis, bei Fund den Jagdpächter über die örtliche Polizei zu informieren. Auch Hunde sollten sich von den toten Nagern fern halten.

Schutzmaßnahmen für Jäger

In gefährdeten Gebieten sollten Jäger beim Versorgen der Feldhasen Einmalhandschuhe und eine Atemmaske tragen. Um eine vollständige Tötung des Erregers zu gewährleisten, muss das Wildbret bei über 60 Grad zubereitet werden. Zusätzlich sind alle handelsüblichen, gegen Bakterien wirksamen Desinfektionsmittel anwendbar.