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Hase siegt und verliert

Triste Feldflur: Laut Experten der größte Feind von Meister Lampe. Foto: M. Migos © M. Migos

Die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (Stiftung zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt) haben entschieden: Wie im Jahr 2001 erhielt der Feldhase die meisten Stimmen. Doch mit Blick auf die aktuellsten Zahlen, steht es um Mümmelmann schlecht. Im vergangenen Jagdjahr wurden in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2012/13 über 70.000 Feldhasen weniger gestreckt. Allein Bayern und Nordrhein-Westfahlen verzeichnen einen Rückgang von rund 50.000 Stück.
Besonders die Veränderung des Lebensraumes macht den Tieren zu schaffen. Meister Lampes Überleben wird immer schwieriger, vor allem dann, wenn sich vielfältige Agrarlandschaften mit genügend Wildkräutern und Gräsern zu Monokulturen entwickelt. Ferner spielt auch Prädatorendruck durch Fuchs oder Greif- und Rabenvögel eine Rolle. Kommt dazu noch nasskalte Witterung im Frühjahr, steht es um den Nachwuchs besonders schlecht. Achtsam sollten derzeit alle sein, die viel Zeit in der Natur verbringen und dabei kranke, auffällige Langohren beobachten: Die Hasenpest (Tularämie), die auch für die Menschen ansteckend ist, wurde in einigen Bundesländern festgestellt.
Übrigens: Einen ausführlichen Strecken-Bericht der wichtigsten Wildarten finden Sie in der PIRSCH 24/2014, die am 17. Dezember erscheint.
MH