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Haltet Euer Versprechen!

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Montag, 02.05.2016 - 02:00
Peter Hauk (CDU), hier als Landwirtschaftsminister auf dem Landesjägertag 2009. Foto: BHA © BHA
Peter Hauk (CDU), hier als Landwirtschaftsminister auf dem Landesjägertag 2009. Foto: BHA

Im Wahlkampf ließen Vertreter der Christdemokraten verlauten, dass das „ökologische Jagdgesetz“ grundlegend korrigiert werde, sobald man wieder regiere. Nun hätten sie auch die Chance dazu, denn die Koalitionspartner verständigten sich auf einen Koalitionsvertrag und auf die Verteilung der Ministerposten. Wer genau das Amt vom früheren Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (Grüne) übernimmt, soll noch diese Woche bekannt gegeben werden. Detail am Rande: Bonde sollte einem Bericht der „FAZ“ zufolge eigentlich Chef der Finanzen werden. Doch es kommt alles anders. Nachdem über ihn Gerüchte von einer Affäre mit Parteikollegin Kerstin Lamparter kursierten und diese von ihr auch auf Facebook bestätigt wurden, steht Bonde für kein Ministeramt mehr zur Verfügung. Aus Rücksicht auf die Familie, schrieb er im sozialen Netz.
Als Nachfolger und möglicher neuer Landwirtschaftsminister wurde Peter Hauk genannt. Er leitete das Ressort bereits von 2005 bis 2010. Hauk ist studierter Forstwissenschaftler und hatte bis zu seinem Ministerposten mehrere Jahre das Forstamt Adelsheim im Neckar-Odenwald-Kreis geleitet. Bezüglich der damaligen Debatten um das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz sagte Hauk: „Wir brauchen keine Politik, die vom grünen Tisch in Stuttgart aus Vorschriften macht, die meilenweit an der Realität vorbeigehen. Einschränkungen, die die Jagd treffen, treffen auch die Land- und Forstwirtschaft unmittelbar.“ Worte, denen sich damals auch CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf anschloss.
Laut dem Landesjagdverband (LJV) gebe es eine Vereinbarung zum Thema „Jagd“. Umfassende Verbesserungen haben die Jägerinnen und Jäger des Landes wohl nicht zu erwarten. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann sagte, dass die Parteien einen Minimalkonsens gefunden hätten, dieser jedoch nicht in allen Punkten überzeuge und deutlich hinter den LJV-Forderungen bleibe. Lediglich sei die Mindestfläche für die „Fütterungskonzeption für Rehwild“ auf 1.500 Hektar abgesenkt worden. Ebenso wolle man eine unbürokratische Möglichkeit schaffen, dass in der allgemeinen Schonzeit im März Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald bejagt werden könne.
BS

Den Entwurf zum Koalitionsvertrag finden Sie hier.