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Habicht schlägt Schreiadler vor laufender Kamera

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Montag, 13.07.2020 - 10:46
Auch Schreiadler sind nicht gänzlich vor dem „Gefressen werden“ geschützt. Gerade Jungtiere sind besonders gefährdet. © EriksFoTo - stock.adobe.com
Auch Schreiadler sind nicht gänzlich vor dem „Gefressen werden“ geschützt. Gerade Jungtiere sind besonders gefährdet.

Seit Jahren ist die Deutsche Wildtierstiftung im Schreiadlermonitoring aktiv und überwacht die Horste teils auch mit Kamera. Auch in Lettland hängt in einem Schreiadlerhorst eine Webcam, über die Zuschauer live per Internet Eindrücke der Aufzucht gewinnen können. Doch vergangene Woche griff ein Habicht das Küken an. Diese Attacke überlebte der seltene Vogel nicht. Laut einer Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung sei das Küken bereits seit über einer Woche immer wieder alleine im Adlernest gewesen und war dadurch einer hohen Prädationsgefahr ausgesetzt.

Seit 2010 forciert die Stiftung gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium und dem Land Mecklenburg-Vorpommern den Schreiadlerschutz. Insgesamt 149 Hektar Ackerland, 71 Hektar Grünland und 225 Hektar Wald werden im Naturpark Feldberger Seenlandschaft und im Landkreis Rostock im Sinne des Schreiadlers bewirtschaftet. Knapp 110 Paare brüten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg