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Habicht illegal gehalten und schwer misshandelt

Dem jungen Habicht wurden die Schwingen auf beiden Seiten unterhalb des Handgelenks abgeschnitten.


Zeugen verständigten die Polizei, dass in einem Schrebergarten in Tauberbischofsheim (Baden-Württemberg) illegal ein Greifvogel gehalten wird. Mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft Mosbach machten sich die Beamten des Arbeitsbereichs Umwelt/ Gewerbe am vergangenen Mittwoch (11. April) auf dem Weg zu dem Grundstück. Tatsächlich fanden sie dort in einer Drahtvoliere einen Rothabicht. Sie beschlagnahmten diesen umgehend und brachten ihn zur Greifvogelpflegestation Bad Friedrichshall. Eine Falknerin musste bei der Untersuchung feststellen, dass dem Greifvogel beide Schwingen unterhalb des Handgelenks abgeschnitten wurden.

Es besteht Hoffnung

Anders als im ersten Moment vermutet, ist es allerdings doch nicht zwingend erforderlich das Jungtier einzuschläfern, wie Oberstaatsanwalt Peter Lintz der Redaktion mitteilte. „Da es sich um ein Jungtier handelt, bestünde die Hoffnung, dass es sich von den Verletzungen erholen könne“, bezieht sich Lintz auf die Angaben der behandelnden Tierärzte. Gegen den Tierhalter wird jetzt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetz ein Ermittlungsverfahren geführt. Wie lang der Mann den Vogel bereits besitzt und woher er ihn hatte, konnte die Staatsanwaltschaft aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht sagen. PM/ RW


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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