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H5N8: Betroffene nur schlecht informiert

Eine Infektion durch befallenes Aas: bei den Seeadlern wahrscheinlich. Ob das auch bei Raubwild möglich ist, wird untersucht (Symbolbild). Foto: Sven-Erik Arndt


In Hessen wurde heute (7. Dezember) der vierte Fall von Vogelgrippe bestätigt. Bei dem in der Wetterau verendet aufgefundenen Tier handelt es sich um einen Habicht. Ein Sperrbezirk, sowie ein Beobachtungsgebiet wurde eingerichtet. Die Jagd auf Flugwild wurde in diesen Bereichen vorerst untersagt. Außerdem dürfen Hunde und Katzen in den Restriktionszonen nicht mehr frei laufen. Ein betroffener Revierpächter, der in den nächsten Tagen eine Niederwildjagd geplant hat, wurde über diese Anweisungen bisher allerdings nur durch einen Bericht in der Lokalpresse in Kenntnis gesetzt. Im Gespräch mit jagderleben sagte er, dass er sich nun selbst bei den zuständigen Ämtern bezüglich Informationen melden wird. Ihm geht es dabei vor allem um den Einsatz der vierbeinigen Jagdhelfer, er meinte: „Ich will unsere Hunde nicht unbewusst einem Risiko aussetzen“.
Ob die Gefahr einer Infektion für Säuger besteht wird aktuell in Mecklenburg-Vorpommern geprüft. Zu Monitoringzwecken werden erlegte Füchse, Waschbären und Co. stichprobenartig auf Antikörper getestet. Die Proben sollen auf Aufforderung der zuständigen Veterinärämter von Jägern genommen werden. Von Interesse sind dabei alle Arten, die vermehrt Wildvögel fressen. Außerdem sollen die Blutproben von Schwarzwild, die für das Monitoringprogramm der Afrikanischen Schweinepest gesammelt werden zusätzlich auf H5N8 hin getestet werden.
In Schleswig-Holstein wurden derweil drei verendete Seeadler gefunden - zum aktuellen Zeitpunkt konnte bei zweien die Geflügelpest nachgewiesen werden. Der dritte liegt zur Untersuchung beim Friedrich-Loeffler-Institut, dies geht aus Pressemeldungen des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (Schleswig-Holstein) hervor.
PM/RW