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Mit gutem Beispiel voran

Stolz präsentieren die Bockholter Landwirte ihren Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Foto: Thomas Schomaker © Thomas Schomaker

Das "blühende Ergebnis" dieser Maßnahmen begutachteten Vertreter des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Werlte, der Gemeinde und der Jägerschaft Aschendorf-Hümmling bei einem Ortstermin. Ortsvereinsvorsitzender Josef Kolbeck hob hervor, dass die Maßnahme auf eine Eigeninitiative der Bockholter Landwirte zurückgehe. Feldwege würden wiederhergestellt sowie deren Seitenränder aus der Bewirtschaftung genommen und damit werde Raum für Lebewesen geschaffen.
Mit der Zeit hätten sich die Feldwege verändert, teils seien sie aus ihren eigentlichen Grenzen heraus verschoben und schlecht befahrbar gewesen. Ebenso hätten Wegränder gefehlt, berichtete Stürmeyer. Mit dem Bauamt der Gemeinde stellen die anliegenden Landwirte die Wege wieder her. "Sie werden neu vermessen, gefräst und planiert. Die abschließende Feinarbeit führen Landwirten aus", erläuterte Stürmeyer. Jährlich stünden im Haushalt der Gemeinde allein für Bockholte 1450 Euro dafür bereit. Damit könne man in fünf bis sieben Jahren alle Wege im Ortsteil fertigstellen. Das "Bockholter Modell" und dessen Ergebnisse sehen nicht nur die Landwirte gerne, die nun wieder befahrbare Wege haben.
Auch Kreisjägermeister Wilhelm Klumpe lobte die beispielhafte Maßnahme. Er hob besonders den vernetzenden Effekt der Seitenränder hervor, die "für Wildtiere besser als eine separat liegende Brachfläche" sind. Naturschutzobmann Wilhelm Schepers bot der Gemeinde und den Landwirten die Unterstützung der Jägerschaft beim naturnahen Umbau von öffentlichen Flächen etwa entlang von Straßen an. Auch Hegebüsche würden die Jäger laut Klumpe gerne anlegen. Stürmeyer hofft indes, dass auch in anderen Gemeindeteilen Werltes bald auf ähnliche Weise Feldwege wiederhergerichtet werden. Der Wege- und Wasserbauausschuss des Gemeinderates habe diese Möglichkeit in Aussicht gestellt. Thomas Schomaker