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Gute Miene zum bösen Spiel

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Samstag, 23.02.2013 - 01:06
Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken (GRÜNE) will Jäger "stärken". Foto: Kerstin Bänsch, UM RLP © Kerstin Bänsch, UM RLP

Aufhebung der Schonzeit für Rot-, Dam- und Muffelwild außerhalb von Bewirtschaftungsbezirken sowie Streichung der Güteklassen beim männlichen Rotwild, Jagdzeitverlängerung für den Rehbock und Vollschonung für den Iltis: So stellt sich die Landesregierung laut Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) offenbar eine nachhaltige Jagd vor.
Kurt Alexander Michael, Präsident des LJV, kritisierte die Pläne der Landesregierung scharf. "Sollten all diese Vorhaben Wirklichkeit werden, ist kaum noch eine sinnvolle, nachhaltige und revierübergreifende Jagd möglich", zeigte sich Michael verärgert.
Höfken (GRÜNE) sieht das anders: "Wir wollen den mit der Novellierung des Landesjagdgesetzes im Jahr 2010 eingeschlagenen Weg hin zu einer umwelt-, tier- und artenschutzgerechteren Jagd fortsetzen sowie die Verantwortung unserer Jägerinnen und Jäger stärken."
In einem offiziellen Anhörungsverfahren haben die betroffenen Verbände noch einmal Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Die neue Verordnung soll im Sommer in Kraft treten.
BS/PM