Home News "Grünes" Jagdgesetz kommt

"Grünes" Jagdgesetz kommt

am
Donnerstag, 12.02.2015 - 01:10
Im Gespräch: Ministerin Birgit Keller und LJV-Präsident Steffen Liebig. Foto: R. Schneider © Reinhard Schneider
Im Gespräch: Ministerin Birgit Keller und LJV-Präsident Steffen Liebig. Foto: R. Schneider

Zum traditionellen Jahresempfang konnte der Landesjagdverband (LJV) Thüringen am 10. Februar 2015 auch die neue Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke) begrüßen. In ihrer Antrittsrede würdigte sie die Jäger, dass sie wichtige Schutzfunktionen in unserer Kulturlandschaft erfüllen würden. So wäre ohne die Wildbestandsregulierung auch kein naturnaher Waldumbau möglich. Dennoch betonte Sie, an der Erstellung von Verbiss- und Schälschadengutachten als umstrittene Grundlagen zur Abschussplanung festzuhalten.
Wenig Verständnis fand die Ankündigung der Ministerin zur Veränderung des Landesjagdgesetzes mit stärkerer „ökologischer und wildbiologischer Ausrichtung“. Konkrete Vorstellungen, wohin dabei die Reise gehen soll, nannte sie aber nicht. Sie wolle aber die Jäger in den Diskussionsprozess einbinden. „Wir wollen kein Gesetz am grünen Tisch, sondern ein Gesetz für den grünen Wald.“ Gegen die beabsichtigte Öffnung des Jagdgesetzes sprach sich LJV-Präsident Steffen Liebig aus. Nach seiner Auffassung erfolgten in den letzten zwei Jahren ausreichende Anpassungen der Jagd an den Wandel in der Gesellschaft. Von daher bestehen alle jagdrechtlichen Voraussetzungen, um den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen rief er die Jäger auf, sich aktiv in die zu erwartenden Debatten einzumischen und keine Zuschauerrolle einzunehmen.
RS